RSI-Strategie zum Trading von Aktien [Test]

In diesem Artikel erklären wir dir, wie du die RSI Strategie zum Trading von Aktien nutzen kannst. Wir testen verschiedene RSI-Strategien und schauen, welche am profitabelsten ist.

WAS BEDEUTET RSI?

RSI steht für „Relative Strength Index“ und zeigt auf einer Skala von 0 bis 100 die relative Stärke eines Aktienkurses in einem bestimmten Zeitpunkt an.

Ein hoher RSI bedeutet, dass der Aktienkurs in einem wählbaren Zeitfenster gestiegen ist. Ein niedriger RSI bedeutet, dass der Aktienkurs langsamer steigt oder gefallen ist.

Die Richtungsänderung des RSI wird von Tradern als Zeichen dafür gewertet, dass die Kursbewegungen in dieselbe Richtung gehen könnten. Der Oszillator ist in diesem Szenario ein Frühindikator für den Kurs.

Der Erfolg einer RSI-Strategie hängt von zwei Faktoren ab:

  1. RSI-Wert
  2. Periode
  3. Stop-Loss

Welche RSI-Werte eignen sich als Indikatoren?

Ein RSI-Wert von 70 gilt als Indikator dafür, dass eine Aktie überkauft ist und damit eine Kurskorrektur bevorstehen könnte.

Ein RSI-Wert von 30 gilt als Indikator, dass eine Aktie unterkauft ist und ein Anstieg bevorstehen könnte.

Im Trading von Aktien gibt es unterschiedliche RSI-Strategien, bei denen auch andere RSI-Werte als Indikatoren für einen Kauf oder Verkauf verwendet werden. Statt 70/30 verwenden manche RSI-Strategien auch 80/20 oder 90/10.

Welche RSI-Periode sollte man wählen?

Den RSI misst man in einem freiwählbaren Zeitabschnitt (Periode). Eine Periode ist in der Regel ein Tag, kann aber auch anders festgelegt werden z.B. 1h (eine Stunde) oder 5 Minuten.

Der Entwickler des RSI, J. Welles Wilder Jr., empfiehlt die Verwendung des 14-Perioden-RSI. Aber auch andere RSI-Einstellungen können sich für den Handel eignen, je nachdem, ob man mit Devisen, Kryptowährungen oder anderen Finanzmärkten handelt und in welchem Zeitrahmen man handelt.

In seinem Buch „New concepts in technical trading systems“ verwendet Wells Wilder nur Handelsstrategiebeispiele mit dem 14-Perioden-RSI. Obwohl andere RSI-Einstellungen sicherlich möglich und potenziell profitabel sind, sollten wir uns, da Wilder den Indikator entwickelt hat, die Zeit nehmen, um festzustellen, warum er glaubt, dass sein Indikator am besten mit 14 Perioden eingestellt ist.

Erstens sind 14 Perioden wie zwei Wochen oder ein halber Monat. Obwohl die Märkte in der Regel nicht 7 Tage pro Woche geöffnet sind, so dass 14 Perioden nicht zwei Wochen entsprechen, hat dieser Zeitrahmen eine gewisse Grundlage in der Natur, die sich auf die Zeit bezieht, die der Mond braucht, um die Erde zu umrunden. Diese natürlichen Phänomene wie die Fibonacci-Folge wirken sich auch auf die Handelsmärkte aus.

Wilder schreibt in seinem Buch, dass er mehrere Zeiträume getestet und festgestellt hat, dass 14 Zeiträume für seinen Swing-Trading-Stil am effektivsten sind, wenn er Charts mit täglichem Zeitrahmen verwendet. Die von ihm gewählten Einstellungen für die technischen Indikatoren basierten also auf echten Erkenntnissen aus seinem Daytrading.

Bei vielen Online-Plattformen wird der „RSI 14“ angegeben, was den Kursverlauf der letzten 14 Tagen in einer Zahl widerspiegelt.

Bei Verwendung eines kürzeren Zeitrahmens, z. B. 5 Perioden, erreicht der RSI häufiger Extremwerte (über 70 oder unter 30). Umgekehrt erreicht der RSI-Indikator bei einem längeren Zeitrahmen seltener Werte über 70 oder unter 30.

Welchen Stop-Loss sollte man als Ziel haben?

Kaufsignale erkennen ist gut und schön. Aber es nützt nichts, wenn man den Zeitpunkt für den Verkauf verpasst.

Für den richtigen Verkaufszeitpunkt muss das perfekte Chancen-Risiko-Verhältnis für die jeweilige Strategie gefunden werden. Das ist sehr viel von individuellen Tests abhängig.

Dabei muss man auch überlegen, wann es Sinn macht sich von verlustreichen Positionen zu trennen oder zu hoffen, dass der Aktienkurs noch die Kurve kriegt.

Ist ein hoher RSI gut oder schlecht?

Einige Trendfolgestrategien verwenden einen hohen RSI-Wert als Zeichen für weitere Käufe. In diesem Fall wird der RSI jedoch nicht als Auslöser für den Einstieg in einen Handel verwendet, sondern als Richtschnur für die Richtung des Trends.

Einige erfolgreiche Daytrader haben eine Möglichkeit gefunden, die Genauigkeit von Kauf- und Verkaufsauslösern durch den RSI zu erhöhen, indem sie die Definition von überverkauft und überkauft auf die Werte 20 und 80 oder auch andere Werte ändern. Natürlich erreicht der Kurs diese Extremwerte seltener als 30 und 70 und bietet somit theoretisch die zuverlässigsten Handelssignale. Der größte Nachteil bei der Verwendung von 20 und 80 für den RSI ist, dass man dadurch einige potenziell gute Handelsmöglichkeiten verpasst.

VERSCHIEDENE RSI-STRATEGIEN IM TEST

Wir können verschiedene RSI-Einstellungen auf verschiedene Aktien mit Tradingview.com testen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine Handelsmethode, bei der man den Dip kauft und den Rip verkauft.

Ich wende diese RSI-Strategien nicht auf Daytrading an, sondern handle mit Knock-Out-Zertifikaten über Broker wie OnVista und Traderepublic.

Hier zeigt mir der RSI, wann ich Zertifikate kaufen sollte.

Das Shorten von Aktien über Hebel-Zertifikate habe ich aktuell eingestellt, weil es in einem Aufsteigenden Gesamtmarkt zu gefährlich ist auf fallende Kurse zu setzen. #Crashprophet

Sollten die Crashpropheten Recht haben (und irgendwann wirds einen Rücksetzer geben), dann kann man immer noch spontan reagieren, wenn die Kurse sich auffällig entwickeln. Dann hat man vielleicht den ersten Tag verpasst, aber eine Krise dauert normal länger als einen Tag.

Hier wollen wir jetzt die verschiedenen RSI-Strategien testen. Los geht’s!

RSI-Strategie 90/10 (2-Perioden) von Larry Connors

Diese RSI-Handelsstrategie wurde von Larry Connors entwickelt und zielt darauf ab, Zeiträume zu finden, in denen der kurzfristige Trend innerhalb eines allgemeinen Preisaufwärtstrends stark überverkauft ist oder in denen der kurzfristige Trend innerhalb eines allgemeinen Abwärtstrends stark überkauft ist.

Da er für Einstiegspunkte innerhalb eines Trends gedacht ist, verwendet Connors einen viel empfindlicheren unteren Zeitrahmen – 2 Perioden auf dem RSI.

Da der Zeitrahmen von 2 Perioden so kurz ist, versucht Connors falsche Signale mit RSI-Werten über 90 bzw. unter 10 herauszufiltern.

Dazu nutzt man den 200-Perioden-Durchschnitt (SMA) als Trendindikator. Wie bei den meisten Trading-Strategien gilt:

Folge immer dem Trend!

Wenn der Kurs über der SMA200-Linie liegt, bedeutet das einen steigenden Trend. In diesem Fall sollte man nach Kaufsignalen (einem niedrigen RSI unter 10) Ausschau halten.

Wenn der Kurs unter der SMA200-Linie liegt, sollte man nur nach Short-Möglichkeiten bei überkauften Aktien suchen mit einem sehr hohen RSI von über 90.

KEIN AUSSTIEG DEFINIERT!

Leider hat Connors in seiner Strategie keinen Ausstieg (Stop-Loss) oder ein Gewinn-Ziel definiert. So musste ich bei Tradingview selbst experimentieren, um das richtige Chancen-Risiko-Verhältnis für meine Aktien zu finden.

Da ich überwiegend im deutschen Raum unterwegs bin, habe ich die Einstellungen erstmal nur auf Dax-Aktien getestet.

Hier komme ich zu dem Ergebnis, dass die RSI-Strategie mit 90/10 und einer Periode von 2 am besten mit einem Gewinnziel von 3% und einem Verlust-Risiko von 2% funktioniert.

Natürlich sind das Stichproben und jeder muss hier seine eigenen Werte finden. Das Verhältnis 3:2 gefällt mir aber ganz gut, weil es sich hierbei um den goldenen Schnitt handelt! Zufall!? Wahrscheinlich nicht 🙂 Also nicht gierig werden! 3% gehebelt mit einem Knock-Out-Zertifikat ergibt einen Gewinn von 30%, während der 20%ige-Verlust nicht weiter tragisch ins Gewicht fällt, wenn man mehr dieser Trades gewinnt als verliert.

Wenn man zu gierig wird und ein höheres Ziel ausgibt, z.B. 5% schmälert das die Rendite.

  1. Das Ziel wird seltener erreicht
  2. Der Zeitraum bis zum Ziel ist viel länger
  3. Das sorgt für höhere Gebühren (bei Open-End Knock-Out-Zertifikaten)

Erklärung mit Beispiel: RSI 90/10-Strategie (Volkswagen-Aktie)

Ich zeige die RSI-Strategie am Beispiel der Volskwagen-Aktie.

Zur oben genannten Strategie nutze ich in der Chart-Ansicht die Haikin-Ashi-Kerzen, da diese eine bessere Einschätzung der Käufer und Verkäufer zulassen und kurzfristige Kursschwankungen ausgleichen. Damit hat man ein ruhigeres Chartbild und verfällt nicht gleich in Panik, wenn es im Tagesverlauf mal rauf und runter geht.

So sieht das Ganze aus:

RSI-Strategie zum Trading von Aktien [Test] - Trendbetter.de - Aktien & Börse

Wichtig: Die Linie uner den Kerzen ist die SMA200-Linie für den gleitenden 200-Tages-Durchschnitt des Kurses. Der Kurs sollte immer darüber liegen und die Linie nach oben verlaufen, damit wir überhaupt aktiv werden in einem steigenden Trend.

Wir gehen das Bild oben von links nach rechts durch. Achte dabei auf die gelben Markierungen und die Zahlen von 1 bis 5.

  1. Am 5. Januar 2021 fällt der RSI unter 10. eigentlich ein Kaufsignal. Da aber der Aktienkurs von Volkswagen weiter fällt, greife ich nicht ins fallende Messer, sondern warte, bis es wieder aufwärts geht. Dieses erste Kaufsignal ignoriere ich also wegen der fehlenden Kursbewegung nach oben.
  2. Am 11. und 12. Januar unterschreitet der RSI erneut die 10 Punkte. Jetzt reagiert auch der Kurs [2] und ändert nach einem Kreuz seine Richtung. Ich würde hier also am Tag des steigenden Kurses am 14. Januar beim Stand von ungefähr 150 Euro einsteigen und ein Knock-Out-Zertifikat auf einen steigenden Kurs der VW-Aktie kaufen. Ich wähle dabei in der Regel einen Hebel von 10, da das meiner Erfahrung nach das beste Chancen-Risiko-Verhältnis bietet.
  3. Der Kurs entwickelt sich positiv und bereits nach vier Handelstagen am 20. Januar haben wir das Ziel von 3% Gewinn erreicht. Da der Kurs aber weiter steigt, wäre es gerade zu dumm jetzt schon zu verkaufen. Wir setzen einfach einen Stop-Loss auf der 3%-Gewinn-Linie und ziehen diesen jeden Tag am unteren Ende der Haiki-Ashi-Tageskerze nach.
  4. Am 25. Januar sehen wir einen Strich unter der Kerze (Vig). Das bedeutet, dass Verkäufer in den Markt kommen und sich der Kurs nach unten bewegen könnte, wenn diese die Überhand gewinnen.
  5. Am Tag darauf gibt es nach 8 grünen Kerzen in Folge erstmals wieder eine rote Kerze. Allerdings ist diese noch sehr klein, so dass unser nachgezogener Stop-Loss unterhalb der letzten grünen Kerze nicht ausgelöst wird. Erst am 28. Januar sinkt der Kurs der VW-Aktie am Tagesende unter den Stop-Loss.

Wir beenden die kurze Rallye der Volkswagen-Aktie nach genau 2 Wochen mit 7.42%. Das ist mehr als doppelt soviel wie die ursprünglich eingeplanten 3%. Mit einem Hebelzertifikat wären das sogar 74,2% Gewinn in 2 Wochen.

Die Kosten für das Zertifikat belaufen sich hingegen nur auf 2 Euro bei Traderepublic. Die Haltekosten würden mit einem Zertifikat mit begrenzter Laufzeit auf ein bis drei Monate wegfallen. Kauft man ein Open-End (endlos) Zertifikat fallen je nach Investitionshöhe sehr hohe jährliche Gebühren an. Als Faustregel kann man sagen, dass es pro 1000 Euro Investition auf ca. 1 Euro pro Tag hinausläuft.

Diese Haltekosten entfallen bei einem Zertifikat mit festgelegtem Ablauf. Da wird diese Zertifikate nur wenige Wochen (wie hier nur 2 Wochen) halten, macht es Sinn nach Zertifikaten mit einer Fälligkeit in drei oder sechs Monaten zu suchen.

Vom Beispiel zur RSI-Strategie

Das ist nur ein beliebig gewähltes Beispiel. Es kann natürlich auch ganz anders laufen und der Einsatz ist verloren.

Deswegen schauen wir alle möglichen Kaufsignale der VW-Aktie im Jahr 2021 an und berechnen, wie sich unsere RSI-Strategie geschlagen hätte. Wir verwenden dazu einen Standard-Wert von 1000 Euro, den wir immer investieren.

  1. 2.2. – 26.2.: +7.36%
  2. 16.2. – 21.4.: -2.17%
  3. 14.5. – 8.6.: +13.39%
  4. 14.6. – 16.6.: -2.13%
  5. 22.6. – 25.6.: -2.13%
  6. 9.7. – 15.7.: 3.64%
  7. 21.7. – 17.8.: -2.08%
  8. 24.8. – 31.8.: +2.50% (noch nicht geschlossen)

Insgesamt: +15.88% Gewinn + 2.50% + X (wenn sich dieser Trade noch positiver entwickelt)

Es gab also im Jahr 2021 insgesamt 8 Käufe der VW-Aktie.

Davon waren bisher 4 profitabel, während die anderen 4 mit einem Verlust von rund 2% geschlossen wurden.

In der Summe waren die profitablen Käufe allerdings wesentlich erfolgreicher, weil wir hier die Gewinne laufen gelassen haben.

Mit einem Gewinn von +15% (+x) kann man zufrieden sein.

Problem mit der RSI-Strategie

Der Haken an der Sache ist aber: Die VW-Aktie ist im Jahr 2021 um ganze 33% gestiegen.

Hätte man also am Anfang des Jahres VW-Aktien gekauft (oder sogar noch ein Hebelzertifikat mit einer Laufzeit von 6 bis 12 Monaten), hätte man sich den ganzen Trading Aufwand direkt sparen können.

Das liegt daran, dass VW (wie viele andere Aktien) 2021 ein extrem gutes Jahr im Vergleich zum Vorjahr 2020 hingelegt haben.

Das muss aber nicht heißen, dass die RSI-Strategie grundsätzlich schlechter oder besser performt als der entsprechende Aktien-Wert selbst.

Deswegen schauen wir, ob es bei einer Aktie funktioniert hätte, die nicht so viel Gewinn gemacht hat wie VW.

RSI-Strategie Test am Beispiel der BASF-Aktie

Wir testen die RSI-Strategie am Beispiel der BASF-Aktie.

Am 4. Januar 2021 betrug der Kurs der BASF-Aktie 64,89 Euro.

Seitdem hat sich die Aktie kaum verändert und liegt am 31.8.2021 bei 65,50 Euro.

Die BASF-Aktie hat also seit Jahresbeginn 2021 gerade mal 1% Gewinn gemacht. 0,94% um genau zu sein.

RSI-Strategie zum Trading von Aktien [Test] - Trendbetter.de - Aktien & Börse

Hier kommen wir ebenfalls auf 8 Kaufsignale:

  1. 1.-12.2.: +3,74%
  2. 2.- 15.3.: +4.70%
  3. 18. – 22.3.: -2.13%
  4. 25.3. – 30.4.: -2.17%
  5. 5. – 19.5.: -2.11%
  6. 28.5. – 17.6.: -2.11%
  7. 22.6. – 14.7.: +3.01%
  8. 21.7. – 17.8.: +3.34%

Insgesamt: +6,27%

In diesem Beispiel hätten wir mit einer einmal Investition von 1000 Euro am Jahresanfang 10 Euro Gewinn gemacht.

Mit der RSI-Strategie hätten wir mit Investitionen von jeweils 1000 Euro pro Position einen Gewinn von 62,70 Euro gemacht.

Bei der BASF-Aktie schneidet die RSI-Strategie also um 527% besser ab als das Kaufen der Einzelaktie.

RSI-Strategie auf DAX-Aktien

Wenden wir die RSI-Strategie mal auf alle DAX-Aktien an. Also die 30 Werte, die am 9.9.2021 den Deutschen Aktien Index bilden.

Dazu schauen wir bei jeder Aktie, wie der letzte Trade verlaufen wäre, wenn man bei einer steigenden SMA200-Linieund einem RSI unter 10 kauft, sobald wieder ein Tag im Plus abgeschlossen wurde.

Als Gewinn-Limit setzen wir 3%. Wird das erreicht, ziehen wir das Stop-Limit auf das Vortagestief.

Als Stop-Loss bei Verlusten setzen wir -2%. Werden die -2% am Tagesende unterschritten, wird die Position verkauft.

Das sind die Ergebnisse für die ersten 8 analysierten DAX-Aktien im Überblick:

Gesamtgewinn: +19,15%

Mit Knock-Out-Zertifikat mit Hebel 10: +191,50%

4 Trades waren profitabel, 4 Trades machten Minus.

3 Aktien wurden am heutigen 9.9. nach einem Einbruch des DAX beim unteren Limit von -2% ausgebremst.

So starke Kursbewegungen sind selten und knallen rein, wenn man gerade eine Investition am Laufen hat.

Die vier Gewinner waren allerdings wesentlich profitabler als die vier Verlierer, die beim Limit ausgebremst wurden.

SAP -2,9%

  • Letztes RSI2-Signal <10: 25.9.2020
  • Ende am 20.10.2020 mit -2.90%

Siemens: +3,05%

  • Signal: 25.8.2021
  • Ende: 8.9.2021
  • +3,05%

Merck +18,20%

  • Signal: 21.07.21
  • Ende:25.8.21
  • +18,20%

Deutsche Telekom +5,75%

  • Signal: 2.8.21
  • Kauf: 5.8.21
  • Ende am 26.8.21

Allianz -2,35%

  • Signal: 19.8.21
  • Kauf: 24.8.21
  • Ende: 9.9.21

Daimler -3,10%

  • Signal: 20.08.2021
  • Kauf: 24.08.2021
  • Ende: 9.9.2021

Deutsche Post +2,6%

  • Signal: 11.8.21
  • Kauf: 13.8.21
  • Ende: 26.8.21

BASF -2,10%

  • Signal: 20.8.21
  • Kauf: 24.8.21
  • Ende: 9.9.21

FAZIT ZUR RSI STRATEGIE

Diese zwei (zugegeben) willkürlich gewählten Beispiele zeigen, dass die RSI-Strategie Vorteile und Nachteile hat. In steigenden Märkten oder bei Aktien, die sich sowieso positiv entwickeln, kann man mit dem Kauf von Einzelaktien im Prinzip nichts falsch machen. Der langfristige Anlage-Horizont sorgt dafür, dass man irgendwann Gewinn macht.

In schwierigen Zeiten oder bei volatilen Aktien, die sich insgesamt nicht so positiv entwickeln, kann man von der RSI-Strategie profitieren, während ein falscher Einstieg in eine teure Aktie Kapital bindet und zu Verlusten führen kann.

Diese zwei Beispiele sind kein Beweis dafür, dass diese RSI-Strategie langfristig profitabel ist.

Dafür muss man noch viele weitere Aktien untersuchen.

Grundsätzlich bin ich aber von der RSI-Strategie überzeugt und bevorzuge das kurzfristige Investieren mit einem guten Chancen-Risiko-Verhältnis gegenüber dem Kauf von langfristig gehaltenen Einzelaktien. Ich setze lieber den Großteil meines Kapitals in ETFs, die mit monatlichen Sparplänen ausgeführt werden. Als Ergänzung dazu gehe ich mit einem Anteil von 10% des Gesamtportfolios ein höheres Risiko mit kurzfristigen Hebelzertifikaten. Hier ist die RSI-Strategie ein nützliches Instrument, um bessere Kauf- und Verkauf-Entscheidungen zu treffen.

WELCHE AKTIEN KOMMEN AKTUELL FÜR DIE RSI-STRATEGIE IN FRAGE?

Dazu nutze ich den Aktienscreener von Tradingview. Da man dort nicht nach einem RSI von 2 suchen kann, stelle den RSI7 auf 55. Denn Aktien mit RSI2 unter 10 können durch aus einen hohen RSI7-Wert haben. So kriegt man nicht alle Aktien mit niedrigem RSI2, aber einen Großteil.

Außerdem lasse ich nur Aktien mit einen Handelsvolumen von mehr als 50K anzeigen.

Ich speichere aber die Einstellungen im Aktien-Screener, so dass ich jeden Tag alle potentiellen Kandidaten auf einem Blick habe und diese relativ schnell nach den oben genannten Kriterien überprüfen kann.

  • oberhalb der SMA200-Linie
  • RI2 unter 10

So komme ich auf aktuell folgende Aktien in Frage:

  • Adidas RSI7 44 / RSI2: 7
  • Münchner Rück RSI 7 55 | RSI2: 2
  • Deutsche Telekom RSI7: 52 | RSI2: 1,2
  • Aurubis (MDAX) RSI7: 36 | RSI2: 9
  • Hochtief (MDAX) RSI7: 48 | RSI2: 6
  • Lufthansa (MDAX) RSI7: 23 | RSI2: 5
  • Telefonica (MDAX) RSI7: 53 | RSI2: 4
  • Puma (MDAX) RSI7: 51 | RSI2: 4
  • Hello Fresh RSI7: 65 | RSI2: 5
  • Hannover Rück RSI7: 72 | RSI2: 5

Bei diesen Aktien warte ich die nächsten Tage, ob sich eine grüne Kerze als Zeichen für einen Kursanstieg am Tagesende gebildet hat.

Update zur RSI-Strategie am 3.9.2021

Am 3. September 2021 haben sich drei Aktien als geeignet für die RSI-Strategie erwiesen.

  1. GlaxoSmithKline
  2. Exxon
  3. Pfizer

Diese drei Aktien kaufe ich mit einem Knock-Out-Hebel-Zertifikat von 10. Ziel ist es, damit jeweils mindestens 30% Gewinn zu machen. Sollten die Aktien ins negative laufen, setze ich einen Stop-Loss von 20%.

Das ist alles meine eigene Herangehensweise und keine Kaufempfehlung!

Ich hoffe die RSI-Strategie war interessant für dich! Wenn du mehr zur RSI-Strategie erfahren willst, abonniere einfach unseren Newsletter und folge Trendbetter auf YouTube!