Meine Knock-Out-Zertifikate-Erfahrung [+1332,50 €]

Knock-Out-Zertifikate bieten die Chance mit wenig Kapital und einem Hebel um ein Vielfaches von steigenden und fallenden Kursen zu profitieren. Ich zeige dir hier ausführlich alle meine Erfahrungen (und Fehler!), die ich mit Knock-Out-Zertifikaten gemacht habe bis ich 1332,50 Euro Gewinn hatte.

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Radeks Erfahrung mit Knock-Out-Zertifikaten

Das Prinzip hinter Radeks Knock-Out-Challenge ist einen möglichst hohen Profit in kurzer Zeit zu machen. Soviel die Theorie. In der Praxis gestaltet sich das immer ein wenig schwieriger. Deswegen habe ich auch viele Fehler gemacht, die mich Geld gekostet haben, bevor ich innerhalb von zwei Monaten mit Knock-Out-Zertifikaten einen Gewinn von mehr als 1300 Euro realisieren konnte.

+1300 Euro Gewinn in zwei Monaten

In zwei Monaten habe ich mit 14.770 Euro Kapitaleinsatz und im Schnitt 300 Euro pro Trade einen Gewinn von 1332,51 Euro realisiert.

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Das entspricht einer Rendite von 10,84% pro Trade und einem Profit von 13,32% in zwei Monaten bezogen auf mein Startkapital von 10.000 Euro. Der Depotwert plus Barbestand liegt aktuell bei 11.066,76 Euro.

Um den Überblick über drei verschiedene Depots zu behalten, führe ich alle Transaktionen auch in einem Musterdepot. So behalte ich den Überblick über den aktuellen Stand aller Zertifikate und vor allem dem Gesamtumsatz und Gewinn.

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TEURE FEHLER BEIM ZERTIFIKATE-HANDEL

HOHE ORDERGEBÜHREN

Aktuell halte ich einige Zertifikate, die in der Summe rund 300 Euro Verlust ausmachen. Das kommt daher, dass die meisten Zertifikate relativ hohe Ordergebühren kosten und ich daher schon immer mit 5 bis 10% im Minus starte.

Hier werde ich bei meinem neuen Depot bei Smartbroker mit den kostenlosen Trades sehr viel sparen, was dann wieder der Rendite zu Gute kommt.

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KOSTEN GERING HALTEN

Der große Nachteil von Knock-Out-Zertifikaten sind ihre teilweise extrem hohen Gebühren.

Damit hohe Kosten für ein Knock-Out-Zertifikat nicht unsere Rendite komplett auffressen, muss der Basiswert entsprechend stark steigen oder fallen (je nach Zertifikat).

Je niedriger die Investition ist, desto schwieriger wird es diese Kosten und Gebühren wieder aufzuholen.

Um die Kosten von Zertifikaten prozentual gering zu halten, gibt es drei Stellschrauben:

  • Der investierte Betrag sollte hoch genug sein, damit die Kosten prozentual nicht zu stark ins Gewicht fallen
  • Die Ordergebühren des Online-Brokers sollten so gering wie möglich sein.
  • Kurze Haltedauer, um hohe Haltekosten zu vermeiden.

SHORT & LONG

Als ich anfing, wollte ich nur Aktien shorten. Also hoffte ich auf fallende Aktienkurse. Allerdinge merkte ich schnell, dass diese Herangehensweise sehr stressig ist, weil man immer hofft, dass gute Aktien einbrechen.

Deswegen habe ich meine Strategie schnell auch auf steigende Aktien (Long) mit Hebel-Zertifikaten ausgeweitet und spekuliere nicht mehr nur auf eine Trendumkehr, sondern gehe mit einem bereits bestehenden Trend.

IMMER GLEICHER EINSATZ & HEBEL

Die beiden größten Fehler, die ich bei Investitionen in Hebel-Zertifikate gemacht habe waren:

  1. Zu hoher Einsatz für eine bestimmte Position
  2. Zu hoher Hebel für eine bestimmte Position

Ich habe meine Einschätzung überschätzt und bei (vermeintlich) besonders lukrativen Aktien besonders hohe Einsätze und noch größere Hebel verwendet.

Meine eigentlich Knock-Out-Zertifikate-Strategie sah zu Beginn ein Ordervolumen von 200 Euro pro Trade (2% der Bankroll von 10.000 Euro) mit einem Hebel von 10 vor. Das hat sich sehr gut bewährt.

Allerdings habe ich die größten Verluste gehabt, wenn ich von meiner Strategie abgewichen bin und entweder mehr als 500 Euro pro Trade riskiert habe oder einen höheren Hebel als 10 gewählt habe.

In Einzelfällen habe ich dann größere Beträge von bis zu 3000 Euro pro Knock-Out-Zertifikat investiert.

Das Problem bei größeren Investitionen ist, dass man emotionaler involviert ist und keine rationalen Entscheidungen mehr trifft, wenn man die “Wohlfühl-Zone” der Investitionsgröße verlassen hat.

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Bei 200 Euro fühlte ich mich lange wohl. Mit dem Erfolg erhöhte ich auf 300 Euro und dann auf 500 Euro pro Trade. Auch damit fühlte ich mich zu jeder Zeit wohl.

Wenn ich aber weit über meinen Standard-Einsatz ging, hatte ich viel mehr Stress. Während ich normalerweise einmal am Tag ein Fazit ziehe und entscheide, ob ich Positionen verkaufe, verfolgte ich bei größeren Einsätzen minütlich den Kursverlauf. Vor allem, wenn der Kurs sich in die falsche Richtung bewegt, hatte ich große Sorgen, dass das Geld weg ist.

Verstärkt wird dieser Effekt mit der größte des Hebels. Auch hier war ich mit einem Hebel von 10 immer zufrieden. Doch ich lies mich vom Erfolg blenden und wurde gierig. Also wählte ich teilweise Hebel mit 40 oder sogar 100.

Das Risiko war viel zu groß, auch wenn der S&P500-Index sich gemäß des Monatsanfangseffekt am 1. Juli sehr schnell sehr positiv entwickelt hat. Meinen Gewinn von +50% habe ich am nächsten Tag aber fast wieder verloren, weil es auch ganz schnell in die andere Richtung gehen kann.

EINEN PLAN HABEN

Was ich erst im Laufe der Zeit lernte ist, dass man bei Knock-Out-Zertifikaten nur erfolgreich sein kann, wenn man einen Plan hat. Deswegen habe ich mir einige Bücher gekauft und zahlreiche Videos über Trading-Strategien angeschaut.

Ich stellte fest, dass ich bisher nicht wirklich eine gute Knock-Out-Zertifikate-Strategie hatte. Denn meine Strategie war nur auf Erfolg ausgerichtet. Bei fallenden Kursen bzw. Verlusten in Short-Positionen (wenn der Kurs steigt, obwohl man auf fallende Kurse gesetzt hat), hatte ich schnell keinen Plan mehr und reagierte zu schnell oder zu langsam.

Mit zunehmender Erfahrung orientierte mich an Trading-Strategien, um einen besseren Ausstiegszeitpunkt für den Verkauf der Knock-Out-Zertifikate zu finden.

Ursprünglich war mein Ziel 100% Gewinn pro Trade. Das war ehrgeizig und habe ich in den ersten beiden Monaten nur selten erreicht. Entweder, weil ich zu gierig war oder zu schnell verkauft habe, statt Gewinne laufen zu lassen.

Ich habe z.B. bei 130% Gewinn mit einem Zertifikat auf die K+S-Aktie den plötzlichen Absturz nicht wahrhaben wollen. Statt bei 100% zu verkaufen wollte ich wieder zurück zum Höchstgewinn. Schließlich habe ich “nur” mit 50% Gewinn verkauft.

50% hätte ich aber schon vorher ohne Stress erreicht gehabt. Aus einem steigenden Kurs steigt man aber nicht aus.

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Allerdings hätte ich spätestens beim zweiten Verlusttag in Folge oder einem Verlust von 10-20% unter dem Höchststand die Reißleine ziehen können.

KURZE HALTEDAUER

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Die meisten Anbieter empfehlen, dass man Knock-Out-Zertifikate nur wenige Tage halten sollte.

Ich dachte lange, ich sitze negative Phasen aus und der Kurs wird schon wieder in meine Richtung laufen.

Falls meine Investitionsthese allerdings falsch war, habe ich ein Problem.

  1. Der Kurs könnte sich weiter negativ entwickeln und mir droht der Knock-Out mit Totalverlust.
  2. Der Kurs könnte lange brauchen, bis ich wieder ins Plus komme.
  3. Mein Kapital wäre mehrere Tage oder sogar Wochen gebunden und könnte nicht in bessere Chancen investiert werden.
  4. Knock-Out-Zertifikate ohne Fälligkeit (Open End) kosten jeden Tag Geld in Form von Haltekosten. Diese werden direkt in den Kurs eingerechnet, so dass man sie leicht vergessen kann. Allerdings fallen bei einer Investition von 500 Euro im Schnitt 0,50 Euro pro Tag an. Bei 10 Tagen sind das also -1% der Investitionssumme. Bei drei Wochen schon -2%.

Deswegen sehe ich Knock-Out-Zertifikate als Mittelweg zwischen Day-Trading und Langzeit-Investition. Mit Konzepten aus dem Swing-Trading kann man auch ohne große Trading-Kenntnisse in Knock-Out-Zertifikate investieren und mit einem Hebel in einem kurzen Zeitraum überdurchschnittlich hohe Renditen erzielen.

KNOCK-OUT VERMEIDEN

Das große Risiko ist, wenn sich ein Aktienkurs in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Wenn ich auf steigende Kurse gesetzt habe und der Aktienkurs fällt unter eine gewisse Grenze, die Knock-Out-Schwelle, ist das komplette Zertifikat wertlos. Wenn ich dafür z.B. 500 Euro gezahlt habe ist dieser Betrag weg.

Wir müssen damit rechnen, dass die ein oder andere Investition nicht so gut läuft. Dann haben wir zwei Optionen:

  • Das Zertifikat bis zum bitteren Ende, also bis zum Knock Out, laufen lassen und 100% Verlust riskieren.
  • Mit Verlust verkaufen (z.B. -50%)

Einige meiner Zertifikate wurden ausgeknockt und damit wertlos. Komplett Verlust der jeweiligen Investition. Er gerade wieder passiert bei der BMW-Aktie, die nach Verkündung von Rekord-Absatzzahlen einfach gefallen ist.

Wenn ein Zertifikat im Minus ist, kann sich das zwar wieder ändern, doch die Gefahr eines Knock-Outs mit Totalverlust kommt mit jedem Verlust-Tag näher.

Außerdem sorgt das Warten auf bessere Zeiten dafür, dass aus einer kurzfristigen Investition langfristige Investition von mehreren Wochen werden kann. Da wir aber für Zertifikate pro Tag eine Haltegebühr zahlen müssen, die bis zu 1 Euro betragen kann, schrumpft unsere Gewinnchance mit jedem weiteren Tag.

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Wenn wir also erkennen, dass unsere Investition sich in die falsche Richtung entwickelt, müssen wir den Verlust begrenzen statt auf einen unrealistischen Gewinn zu hoffen.

STOP-LOSS

Stop Loss bei Knock-Out-Zertifikaten

Deswegen verwende ich in meiner Knock-Out-Zertifikate-Strategie jetzt einen Stop-Loss von 10%, den ich direkt nach dem Kauf setze. Da ich meist 10er-Hebel kaufe, entspricht der Stop einer Bewegung von 1% des Aktienkurses des.

Wenn ich z.B. ein 10er-Hebel Knock-Out-Zertifikat auf die Siemens-Aktie gekauft habe und diese Aktie 1% fällt, entspricht das einem Verlust von 10% beim Zertifikat, was dann meine Stop-Loss-Order auslösen und das Zertifikat mit -10% Verlust verkaufen würde.

Nicht alle Online-Broker bieten bei Knock-Out-Zertifikaten die Möglichkeit einen Stop-Loss zu setzen. Deswegen bin ich von Trade Republic zu Scalable Capital gewechselt.

Scalable Capital bietet neben dem Stop-Loss noch weitere Vorteile im Vergleich zu Trade Republic.

Die Ordergebühren sind günstiger für Derivate von Goldman Saschs, HSBC und UniCredit.

Außerdem kann man Knock-Out-Zertifikate auf US-Aktien kaufen, was bei Trade Republic nicht möglich ist.

Falls du noch kein Konto bei Scalable Capital hast, kannst du dich hier kostenlos anmelden:

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Meine Erfahrungen mit Knock-Out-Zertifikaten

Meine Knock-Out-Zertifikate-Erfahrungen habe ich in folgende Strategie einfließen lassen.

  • Mindestens 250 Euro pro Kauf (besser 500 oder 1000)
  • gleiche Investitionssumme für jeden Trade
  • Maximaler Hebel von 10
  • Langfristigem Trend folgen
  • Auf Rücksetzer warten
  • Bei erneutem Anstieg kaufen
  • Stop-Loss bei mehr als 30% Verlust
  • Kurze Haltedauer von 3 – 7 Tagen, da pro Tag Gebühren anfallen.
  • Verkauf mit Gewinn bei Trendumkehr (Haikin Ashi Candles

Alles in allem ist die Strategie noch nicht ausgereift und ich muss vor allem am Timing arbeiten. Dennoch stimmen mich die bisherige Erfahrungen mit Knock-Out-Zertifikaten sehr positiv, dass der bisherige Gewinn mehr als Anfänger-Glück war und ich die Rendite in den nächsten Monaten noch steigern kann!

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