Ordergebühren-Vergleich der Handelsplattformen über Comdirect

Ich habe mein Aktien-Depot bei Comdirect und habe bisher Aktien ohne zu vergleichen bei dem Börsenplatz gekauft, der den günstigsten Kurs hatte.

Dass dabei zusätzlich unterschiedliche Ordergebühren anfallen, habe ich bisher außer Acht gelassen.

Jetzt habe ich die einzelnen Börsenplätze nach ihren Gebühren verglichen und zeige dir, wo du die beste Rendite beim Aktienkauf über Comdirect erhältst!

VIDEO: Ordergebühren im Vergleich [Beispiel]

Ich zeige im Video die Ordergebühren im Vergleich an Hand eines praktischen Beispiels.

Ich kaufe 20 Draft Kings Aktie über meinen Online-Broker Comdirect.

Da Comdirect nur als Vermittler fungiert, habe ich dabei die Wahl die Aktien bei verschiedenen Handelsplätzen zu kaufen.

Diese unterscheiden sich vor allem im Aktienkurs und in den versteckten Gebühren, die erst anschließend fällig werden.

ORDERGEBÜHREN-VERGLEICH DER HANDELSPLÄTZE VON COMDIRECT

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Der Aktienkurs schwankt je nach Börsenplatz zwischen 50,39 Euro (Frankfurt) und 50,85 Euro (Stuttgart).

Normalerweise würde ich die Aktien also in Frankfurt kaufen. Welche Gebühren fallen dort aber zusätzlich an?

Die Ordergebühren für den Aktienkauf belaufen sich je nach Börsenplatz zwischen 12,40 Euro und 17,90 Euro (Frankfurt). Diese Gebühren fallen nochmal an, wenn man die Aktien verkauft. Allerdings kann man natürlich auch Aktien mit höherer Gebühr in Frankfurt kaufen und dann mit günstigeren Gebühren bei Tradegate, Xetra oder Gettex verkaufen.

  • Frankfurt: 100 Stück zu 5039 Euro + 17,90 Euro = 5056,90 Euro
  • Stuttgart: 100 Stück zu 5085 Euro + 15,65 Euro = 5100,65 Euro (+43,75 Euro mehr!)
  • gettex: 100 Stück zu 5048 Euro + 12,40 Euro = 5060,40 Euro

FAZIT ZU DEN ORDERGEBÜHREN BEI COMDIRECT

Obwohl die Börse in Frankfurt die höhsten Ordergebühren hat, kommt uns aufgrund des mit Abstand besten Aktienkurses der Kauf dort in diesem Beispiel am günstigsten!

Wenn die Aktienkurse der einzelnen Handelsplätze nicht so stark auseinander driften wie in diesem Beispiel, macht es Sinn bei einem Online-Handelsplatz wie Gettex, Xetra oder Tradegate zu kaufen statt an stationären Börsen in den größten deutschen Städten.

Die günstigste Ordergebühr beim Aktien kaufen liegt bei Comdirect also bei 12,40 Euro.

Ordergebühren von 3,90 Euro im ersten Jahr

Neukunden erhalten bei Comdirect ein Jahr lang einen Sonderpreis von 3,90 Euro pro Transaktion.

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Vielleicht gibt es günstigere Online-Broker, bei denen Sparfüchse ihr Taschengeld günstig in Aktien investieren können.

Aber ich denke, viele Kunden, bei denen bei größeren Transaktionen 12,40 Euro nicht so stark ins Gewicht fallen, sind gerne bei Comdirect bereit für den guten Kundenservice, das Top-Benutzererlebnis sowie das angeschlossene kostenlose Girokonto mit Tagesgeldkonto 12,40 Euro oder mehr für einen Trade zu bezahlen.

ORDERGEBÜHREN FÜR AUSLÄNDISCHE AKTIEN

In diesem Beispiel kaufen wir eine US-Amerikanische Aktie, bei der die Kurse an den Börsenplätzen relativ gleich sind. Dadurch können wir die Auswiirkung der Ordergebühren auf die Rendite besser erkennen.

Die Kosten unterscheiden sich bei den Anbietern jeweils bei den Dienstleistungskosten der Bank, was sich schließlich auf die Rendite im Jahr des Kaufes und Verkaufes auswirkt.

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Eine Ausnahme stellt die Börse Stuttgart dar, die Börsenspesen von 3,25 Euro pro Transaktion in Rechnung stellt.

Somit ist die Gesamtabrechnung bei einem Kauf und Verkauf an der Börse Stuttgart insgesamt 6,50 Euro höher als bei den anderen. Somit wirkt sich ein Aktienkauf und Verkauf über die Börse Stuttgart um jeweils -0,62% (insgesamt also -1,32 %) auf die Rendite aus.

Die geringsten prozentualen Dienstleistungskosten fallen mit 0,2% pro Transaktion bei Xetra an. Damit fällt in unseren Beispiel die Auswirkung auf die Rendite pro Transaktion bei -0,51% (-1,02% gesamt) dort auch am geringsten aus.

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Zahlen-Quelle: Comdirect.de Grafik: Trendbetter.de

Die anderen Börsenplätze haben mit 0,21% (Gettex & Tradegate) bzw. 0,22% (Quotix & LS Exchange) kaum spürbar höhere Dienstleistungskosten, schmälern dadurch aber die Rendite im Jahr des Kaufes und Verkaufes um jeweils -0,53 bis -0,56%.

Das mag sich nicht viel anhören, wird aber umso deutlicher je höher die Investition ist. Wer also viel Geld investiert und Aktien in geringeren Abständen kauft und verkauft, hat bei Xetra die beste Rendite.

Vorausgesetzt der Aktienkurs ist dort nicht viel niedriger als bei den anderen Börsenplätzen.