Hebel Aktien: Chancen & Risiken 2022

Hier erfährst du alles, was du 2022 über die Chancen und Risiken von Hebel Aktien wissen solltest, damit du damit keinen Totalverlust erleidest!

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Welche Arten von Hebel Aktien gibt es?

Als Privatanleger kann man bei den meisten Online-Brokern drei verschiedene Derivate mit Hebel auf Aktien (und andere Wertpapiere wie Indizes, Rohstoffe und Währungen) handeln.

  1. Knock-Out-Zertifikate
  2. Faktor-Zertifikate
  3. CFD-Zertifikate (Contract for Difference)

Hebel-Aktien #1: Knock-Out-Zertifikate

Knock-Out-Zertifikate zeichnen sich durch eine Knock-Out-Schwelle aus, ab der das Zertifikat wertlos wird. Das ist das große Risiko mit dieser Art Hebel-Aktien. Die Chancen sind allerdings im Vergleich zu anderen Hebel-Aktien auch relativ gut.

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Mit den Knock-Out-Zertifikate kann man über Online-Broker wie Scalable Capital vom Kursverlauf von Aktien mit einem Hebel bis mehr als 100 handeln.

Das bedeutet, wenn der Aktienkurs 1% Gewinn macht, macht das Knock-Out-Zertifikat mit Hebel 100 100% Gewinn.

Risiko: KO – Totalverlust

Umgekehrt gilt aber auch: Wenn der Aktienkurs um 1% fällt, macht das KO-Zertifikat mit Hebel 100 auch 100% Verlust. Also man würde in diesem Fall seine komplette Investition in das Zertifikat verlieren, da dieses aber der KO-Schwelle von 1% unterhalb des Ausgabepreises wertlos geworden ist.

Wie alle Hebel-Aktien sollte man auch Knock-Out-Zertifikate mit Vorsicht genießen und als Anfänger mit kleinen Hebeln experimentieren, da sonst ganz schnell ein hoher Verlust entstehen kann.

Hebel Aktien #2: Faktor-Zertifikate

Während Knock-Out-Zertifikate immer vom Basispreis anhängen, wird der Wert von Faktor-Zertifikaten jeden Tag mit der prozentualen Kurs-Bewegung verrechnet.

Durch den Hebeleffekt partizipieren Anleger mit einem Faktor-Zertifikat überproportional an der Entwicklung des Basiswertes. Theoretisch ist das Gewinnpotenzial unbegrenzt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich der Kurs des Basiswerts nahezu kontinuierlich in die vom Anleger erwartete Richtung bewegt.

Und wo liegen die Risiken?

Die Aussicht auf hohe Gewinne hat eine Kehrseite: Der Hebeleffekt kann auch zu unverhältnismäßig hohen Verlusten führen.

Da bei Faktor-Zertifikaten der Hebel auf die Tagesbewegung angewandt wird, ist ein Totalverlust ist auch dann möglich, wenn sich der Kurs des Basiswertes seitwärts bewegt.

Negative Seitwärtsrendite

Steigt der Basiswertkurs eines Long-Faktor-Zertifikats (auf steigende Kurse) von 10 auf 11 Euro, so entspricht dies einem Zuwachs von 10 Prozent. Mit einem Hebelfaktor von 8 wären das stolze 80% und der Wert des Faktor-Zertifikates läge bei 18 Euro.

Wenn der Kurs dann am Folgetag wieder von 11 Euro auf 10 Euro fallen würde, wäre das ein Verlust von 9,1%. Gehebelt mit dem Faktor 8 bedeutet das einen Verlust von 72,8%, der von den 18 Euro abgezogen wird. Statt beim Ausgangswert von 10 Euro, würde man hier bei nur noch 4,91 Euro landen.

Es bräuchte in den darauffolgenden Tagen sehr hohen Kursanstieg, um die entstandenen Verluste wieder aufzuholen. In unserem Beispiel müsste der Kurs des Basiswerts am dritten Tag nicht um 80 Prozent, sondern um rund 268 Prozent steigen, um wieder das Niveau von Tag zwei zu erreichen.

Hebel-Aktien #3: CFD-Zertifikate (Contract for difference)

CFDs sind ebenfalls Hebel-Zertifikate auf bestimmte Aktien, Rohstoffe oder Währungen. Die CFD-Zertifikate werden nicht an der Börse gehandelt, sondern bei speziellen CFD-Brokern wie Plus500 (Jetzt kostenlos testen).

CFDs sind die günstigsten Hebel-Aktien, weil diese nicht an der Börse gehandelt werden.

Wie funktioniert Hebel-Trading?

Wenn man mit einem Hebel Aktien-Gewinne pushen will, sollte man auch darauf vorbereitet sein, dass in mindestens 50% aller Fälle sich der Kurs nicht so entwickelt, wie man das selbst gerne hätte.

Während langfristige Anleger Aktien kaufen, um sie am besten ewig zu halten, sollte man beim kurzfristigen Investieren und Trading mit Hebel-Aktien nicht zu sehr in seine Investition verliebt sein.

Wichtig ist, dass man Fehler erkennt und sich lieber schnell von schlechten Positionen trennt, als hofft, dass sich das Blatt noch wenden wird.

“Cut Losses!” Kürze Verluste!

Erfolgreiche Trader können Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen.

Als ich vor zwei Jahren angefangen habe mit Knock-Out-Zertifikaten zu handeln, habe ich schnell tausende von Euro verloren.

Im Laufe der Zeit habe ich viele Fehler gemacht, daraus aber sehr viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und daraus eine Strategie entwickelt habe. Diese ist noch nicht perfekt und ich bin noch weit davon entfernt reich zu werden. Allerdings ist ein Trend in die richtige Richtung erkennbar.

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Die Verluste wurden weniger, seitdem ich mich an konkrete Pläne halte.

Ich kaufe keine Hebel-Aktien aus Lust und Laune oder nach Nachrichten Lage.

Ich überprüfe neben der Nachrichten auch den Kursverlauf in der Chartansicht und die fundamentalen Daten

Meine Verluste hörten allerdings erst auf, als ich mich gnadenlos von schlechten Ideen getrennt habe.

Entscheidend ist:

  • Bei einem Verlust von 20% braucht man einen Anstieg um 25%, damit man wieder bei 0 ist.
  • Bei einem Verlust von 50% muss man aber 100% gewinnen, um wieder bei 0 zu sein.

Wenn ich mehr als 20% Verlust habe, verkaufe ich. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich geirrt habe ist höher als die Chance auf eine Trendwende.

Welcher Hebel für Anfänger?

Handle nie gegen den Trend. Ein Trend kann länger irrational sein, als man selbst Geld hat – und Nerven.

Es ist besser -20% zu verlieren, als ausgeknockt zu werden.

Bei einem Verlust von -20% oder mehr, ist die Gegenreaktion meist nicht direkt am nächsten Tag. Unter Umständen geht es noch tiefer und man hat dann noch mehr Kapital verloren oder zumindest in einer schlechten Investition gebunden.

Wenn man 80% rettet und sich eine bessere Investition sucht, stehen die Chancen besser, dass man den 20% Verlust wieder aufholt.

Das heißt: Wer auch im normalen Aktien-Handel nicht über einen längeren Zeitraum profitabel ist, sollte nicht mit Hebeln handeln. Wer keine Verluste erleiden will, sollte erst mit kleinen Hebeln üben.

Ein Freund von mir, der hauptsächlich auf den Dax mit Hebel spekuliert, will nicht verkaufen, weil er der Meinung ist, er findet keine bessere Investition.

Wenn der Dax allerdings fällt und sich in einem Abwärtstrend befindet, dann wäre es meiner Meinung nach arrogant zu glauben, dass man mehr weiß als der Markt und weiter auf steigende Kurse spekuliert.

Natürlich gibt es viele Überreaktionen, aber man sollte diese in die richtige Richtung handeln.

Scalable Capital Aktien kaufen 2022

Eine “Überreaktion” im Abwärtstrend ist ein guter Tag mit 1-3% Gewinn. Die Regel sind aber fallende Kurse.

Wie entsteht mit Hebel Aktien Verlust?

Mit Hebel-Zertifikaten kann man auf steigende und fallende Kurse von Aktien mit Hebel bis zu 20 spekulieren.

Wenn du z.B. 100 Euro für eine Hebel-Aktie investieren willst, kannst du mit einem Hebel von 20 mit einer Summe von bis zu 2.000 Euro handeln.

Der Hebel ist im Prinzip wie ein Kredit des Online-Brokers. Du kannst mit mehr Geld investieren, als zu eigentlich hast. Dafür musst du bei Verlusten auch mehr Geld zahlen, als du mit der reinen Aktie verloren hättest.

Deswegen werden Hebel-Produkte auf Aktien, Indizes, Währungen und Rohstoffe hauptsächlich von Profis verwendet. Eine Mehrheit der Privatanleger verliert mit Hebel-Produkten Geld.

Bei Hebel Aktien wird der Kursverlauf mit dem Hebel multipliziert.

Je höher der Hebel auf eine Aktie, desto größer ist die Gefahr eines Verlustes. Deswegen sollte man eine Strategie haben, die über einen Zeitraum von 1000 Trades OHNE Hebel erfolgreich war. Nur profitable Trader sollten sich an Hebel-Aktien wagen.

Steigt der Kurs um 1% und wir haben einen Hebel von 10, steigt unser Hebel-Zertifikat um +10%.

Fällt der Kurs um 1% und wir haben einen Hebel von 10, fällt das Hebel-Zertifikat um -10%.

Wenn man also ein Hebel-Aktien-Zertifikat auf steigende Kurse gekauft hat, der Kurs aber fällt, dann erleiden wir einen Verlust, der um ein Vielfaches höher ist als der Kursverlust der normalen Aktie.

Mit Hebel-Zertifikaten können wir auch Aktien shorten, das heißt: Auf fallende Kurse setzen.

Wenn der Kurs dann um -1% fällt und wir haben ein Short-Hebel-Zertifikat mit Hebel 10, machen wir +10% Gewinn.

Etoro CFD-Trading

Kann man mit Hebel Aktien Schulden machen?

Mit Hebel-Zertifikaten auf Aktien kann man keine Schulden machen. Maximal kann man den Investitionsbetrag verlieren, wenn man nicht auf den Margin Call des Brokers reagiert.

Wenn ein Hebel-Zertifikat unter eine bestimmte Grenze fällt, wird es entweder wertlos (Knock-Out-Zertifikat) oder man kann Geld nach investieren. Im zweiten Fall, erhält man von seinem Broker einen sogenennten Margin Call. Das ist ein Hinweis, dass die Position Verlust macht und man Geld nachschießen soll, wenn man nicht die gesamte Investitionssumme investiert hat.

In diesem Fall kann man aber auch keine Schulden machen, sondern bezahlt die Differenz zwischen Investition und Kursverlust. Tut man das nicht, wird der Broker die Zertifikate einfach verkaufen und die Investition ist weg.

Bevor man in Gefahr kommt, einen Margin Call auszulösen sollte man aber schon längst verkauft haben.

Welche Aktien kann man hebeln?

Über Online-Broker und CFD-Broker wie Plus500 kann man so gut wie alle bekannten Aktien aus den größten Industrienationen wie Deutschland, USA oder Frankreich handeln. Viele weitere Aktien von großen internationale Unternehmen kann man ebenfalls mit Hebeln handeln.

Was bedeutet Hebelx20?

Bei CFD-Brokern wie z.B. eToro kann man CFDs auf Aktien und andere Wertpapiere mit Hebeln von 2 bis 20 kaufen. Hebelx20 bedeutet in diesem Fall, dass der Kursverlauf des Wertpapieres x20 genommen wird. Steigt der Kurs z.B. um 1%, würde das CFD-Zertifikat mit Hebelx20 um 20% steigen.

Wichtige Artikel zum Thema “Hebel-Aktien”

Anfänger sollten daher mit Hebel-Aktien vorsichtig sein und sich erst ein paar Artikel darüber auf dieser Webseite anschauen:

  1. Knock-Out-Zertifikate Erfahrung
  2. Knock-Out-Zertifikate Strategie
  3. Hebel-Zertifikate im Vergleich: Knock Out vs Faktor-Zertifikat
  4. Hebel Zertifikate Kosten