Meine eToro-Erfahrungen: Vorteile & Nachteile [+Kosten]

eToro ist eine Social Trading Plattform für den Handel mit CFD-Zertifikaten. Hier zeige ich dir meine eToro-Erfahrungen inklusive aller Vorteile & Nachteile sowie den Kosten.

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Video: Meine eToro-Erfahrungen mit CFD-Trading

Vermeintliche Nachteile von eToro

Ich war sehr skeptisch, als ich das erste Mal von eToro gehört habe. Folgende vermeintliche Nachteile lassen wahrscheinlich auch viele andere daran zweifeln, ob es sich lohnt eigene eToro-Erfahrungen zu machen:

  1. Handel mit CFDs statt richtigen Aktien
  2. außerbörslicher Handel ohne Kontrolle
  3. hohes Risiko mit Hebel
  4. Warnhinweise von rund 80% Verlust

CFD-Handel bei eToro

Ich wusste lange nicht, was CFDs sind und dachte, es wäre etwas dubios, dass man hier nicht Besitzer von Aktien werden kann, sondern lediglich mit diesen CFD-Zertifikaten handelt, deren Kurs auch noch von eToro bestimmt wird.

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Es findet also kein Handel mit anderen Marktteilnehmern statt. Man kauft die CFDs bei eToro und verkauft diese auch wieder an eToro.

Das klingt nicht besonders vertrauenserweckend, sondern eher wie ein Online-Casino.

Somit legt eToro den Kurs der CFDs selbst fest und könnte diesen theoretisch beliebig manipulieren.

Außerdem hat ließt man überall auf Seiten von CFD-Brokern wie eToro:

Rund 80% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld.

Dieser Warnhinweis wie auf Zigaretten-Schachteln sorgt zusätzlich dafür, dass man eToro für unseriös hält, wenn man mit CFDs noch keine Erfahrung gemacht hat.

Eine weitere Befürchtung, die ich hatte war, dass eToro sehr teuer ist und man sehr viele versteckte Kosten hat.

Aber was ist jetzt wirklich dran an meinen Vorurteilen?

eToro Vorteile

Bevor wir dazu kommen, gibt es natürlich auch Gründe, die für eToro sprechen könnten wie z.B. die Copy Trader Funktion und die Social Trading Plattform.

Hierzu muss ich aber beide Male sagen:

Verlass die NIEMALS auf Tipps von anderen!

Schon gar nicht in Social Media! Deswegen nutze ich die Copy Trader Funktion und die Social Media Newsfeeds nicht. Dort wird außerdem extrem viel sinnloses gepostet (wie das halt bei Social Media so ist).

Außerbörslicher Handel ohne Kontrolle

Es stimmt, dass man sich bei eToro in ein abgeschlossenes Universum begibt. Die dort gehandelten Werte sind alles sogenannte CFDs. Also nur virtuelle Zertifikate, die einen bestimmten Kurs haben.

Laut eToro kommen die Kurse von Xignite. Einem Daten-Lieferanten, der neben eToro noch zahlreiche weitere Webseiten und Finanz-Unternehmen mit Real-Time-Kursen versorgt wie z.B. den BlackRock FutureAdvisor oder Stifel.

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Die Kurse bei eToro entsprechen relativ genau den Kursen der zugrunde liegenden Werte. So haben Stichproben keine auffälligen Unterschiede zwischen dem Originalkurs und dem Aktienkurs des richtigen Wertes ergeben.

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Beispiel: Vergleich von CFDs auf die Lufthansa-Aktie bei Capital.com (links) und eToro (rechts)

Es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass eToro den Kurs seiner CFDs zum eigenen Vorteil manipuliert. Denn eToro ist eine der bekanntesten Trading-Plattformen und investiert Millionen Euro in Werbung wie z.B. das Sponsoring zahlreicher Fußballvereine.

Der Ruf ist extrem wichtig, so dass eToro Manipulation und schlechte Kunden-Erfahrungen tunlichst vermeiden sollte.

Allerdings gibt es einige schlechte eToro-Erfahrungen auf der Bewertungsseite Finanzfluss (Durchschnitt 2,8 von 5 Sternen bei 154 Bewertungen).

Dort wird unter anderem der Vorwurf herangezogen, dass die Kurs zwar ähnlich aussehen, aber es zum Teil abweichende Kurse gibt, die man im Nachhinein nicht beweisen kann, da es keinen notariell beglaubigten Kursverlauf gibt.

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Das sorge, laut der Bewertung von Xperte1981, dafür, dass “SLs” (Stop Losses) “immer und immer wieder fast punktgenau getroffen werden.”

Dieses Phänomen habe ich schon bei Scalable Capital erlebt und mich ausführlich in meinem Artikel “Stop-Loss-Killer” darüber aufgeregt!

Kurz: Es nennt sich Stop-Loss-Fishing. Das ist kein reines eToro-Problem, sondern betrifft alle Handelsplattformen.

Immer, wenn ein Stop-Loss gesetzt ist, weiß die Plattform oder sogar der komplette Markt über spezielle Tools, dass es jemanden gibt, der zu einem bestimmten Preis ein Wertpapier verkaufen will.

Es ist also ein Angebot, das man selbst in Form eines Stop-Losses in die Welt setzt. Wenn dieser Stop-Loss dann “punktgenau” getroffen wird, hat jemand das Angebot angenommen.

Dass dieser Stop-Loss oft der Tiefpunkt oder Höhepunkt eines Handels ist, liegt daran, dass größere Händler oder auch die Plattform selbst, den Kurs mit großen Geldsummen in die entsprechende Richtung treiben kann.

Bei eToro ist nur die Plattform für den Verlauf des Kurses und damit auch für die Auslösung des Stop-Losses verantwortlich.

Wie gefährlich ist der Handel mit CFDs bei eToro?

Grundsätzlich kann man sagen, dass der Handel mit CFDs bei jedem Anbieter gleich riskant ist und vom eigenen Kenntnisstand abhängt.

Nach den Warnhinweisen der Anbieter verlieren rund 80% der CFD-Kleinanleger-Konten Geld. Die prozentuale Zahl der Verlierer unterscheidet sich bei anderen Plattformen nicht gravierend, so dass auch sagen könnte: Immerhin verlieren rund 20% der CFD-Kleinanleger-Konten kein Geld.

Damit scheinen die “Gewinnchancen” bei eToro und anderen CFD-Brokern sogar wesentlich besser zu stehen als in einem Online-Casino oder bei Sportwetten, wo mehr als 95% (wenn nicht sogar 99%) aller Spieler Verlust machen.

Da ich seit geraumer Zeit mit Knock-Out-Zertifikaten an der Börse handle, kenne ich mich mit Zertifikaten und deren Risiken relativ gut aus.

Deswegen sehe ich CFDs bei eToro nicht mehr so kritisch, weil ich weiß, dass es sich dabei auch nur um eine Art Zertifikat handelt.

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Es gibt nunmal grob gesagt zwei Arten, wie man an die Sache rangehen kann: Investieren oder spekulieren. Auch, wenn Investieren in Aktien oder besser ETFs und das langfristige halten der Wertpapiere für die meisten der besserer Weg sein dürfte, sind CFDs wie Knock-Out-Zertifikate oder Optionen eine Möglichkeit kurzfristig auf einen höheren Gewinn zu spekulieren.

Handeln mit Hebel bei eToro

Attraktiv ist bei diesen Finanzprodukten vor allem der Hebel, der es ermöglicht mit wenig Kapital zu handeln und von Kursbewegungen um das Vielfache des Hebels zu profitieren.

Bei eToro kann man den auswählen, ob man die zugrunde liegende Anlage (z.B. die Lufthansa Aktie) kauft, oder ein CFD auf die Aktie mit einem Hebel von x2 oder x5 kauft.

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Wählt man x5 bedeutet das, dass man bei einer Kursbewegung von +1% einen Gewinn von +5% macht. Ebenso würde man bei einer Kursbewegung von -1% einen Verlust von -5% machen.

Analog dazu läuft das mit einem Hebel von x2.

Welche Gebühren gibt es?

Das Konto bei eToro ist kostenlos. Jeder kann ein Demo-Konto eröffnen und dort mit virtuellem Geld Trading lernen.

Auch das Konto für den CFD-Handel bei eToro kostet keine Gebühren.

Gebühren werden nur fällig, wenn man aktiv handelt, also CFDs kauft oder verkauft.

Diese Handelsgebühren bzw. Ordergebühren gibt es bei jeder Bank und jedem anderen Online-Broker auch.

Im Vergleich zu den teuren Ordergebühren bei manchen als seriös geltenden Banken, sind die Handelsgebühren bei eToro sogar extrem gering!

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Der Kauf einer Aktie über eToro ist provisionsfrei.

Das bieten sonst wenige Online-Broker, wie z.B. Scalable Capital im VIP-Broker-Abo für 2,99 Euro pro Monat.

Bei Trade Republic kostet jeder Handel mindestens 1 Euro.

Bei einer Bank wie z.B. Comdirect kann die Ordergebühr für den Kauf einer Aktie bis zu 12,90 Euro betragen!

Also du siehst, dass der Handel bei eToro sogar ein großer Vorteil ist, wenn es um Gebühren für Kleinanleger geht.

Und auch, wenn man man CFDs mit Hebel bei eToro handelt, kann das günstiger sein, als andere börsengehandelte Hebelprodukte bei anderen Online-Brokern.

In meinem Beispiel habe ich 100 Dollar in ein Zertifikat mit Hebel x2 investiert. Die eToro-Gebühren betragen hier 0,04 US-Dollar pro Tag. Das sind entsprechend 0,04% des Kaufpreises pro Tag. Hält man das Zertifikat über das Wochenende fallen zusätzlich 0,12 US-Dollar an.

Diese Hebel-Zertifikat-Gebühren bei eToro sind im Vergleich zu anderen Online-Brokern extrem niedrig!

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Ein vergleichbares Knock-Out-Zertifikat mit Hebel 2 von HSBC kostet über Scalable Capital alleine 3,30 Euro an Ordergebühren, von denen man -0,33 Euro beim Verkauf wieder bekommen würde – Also in der Summe noch 2,97 Euro.

Hinzu kommen die 3,85 Euro kosten für 1 Jahr, was bei 365 Tagen tägliche Kosten von 0,01 Euro bedeuten. Hier ist Scalable Capital (bzw. der Emittent HSBC) hier günstiger als eToro. Allerdings müsste man das eToro-CFD mehr als 70 Tage halten, damit die Kosten bei Scalable Capital günstiger wären.

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Ein anderes Zertifikat von Societe Generale bei Trade Republic kostet sogar 3,32 Euro und 5,17 Euro pro Jahr (= 0,014 Euro pro Tag) , was auch erst auf eine Dauer rund 70 Tagen günstiger ist als bei eToro. Bei allen kurzfristigeren Trades ist eToro mit Hebel-Zertifikaten günstiger.

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Gibt es bei eToro versteckte Kosten?

eToro verdient Geld, wie jeder andere Online-Broker auch: über Handelsgebühren. Wenn die Kunden handeln, verdient eToro Geld in Form der Spreads.

Als Spread bezeichnet man den Unterschied zwischen Kaufpreis (Briefkurs) und Verkaufspreis (Geldkurs).

Bei unserem Beispiel der SGL-Aktie betragen die durch den Spread entstehenden “versteckten Kosten” bei eToro 3 Cent, da der Kaufpreis bei 6,65 Euro liegt, die Aktie aber bei 6,62 gehandelt wird und man dementsprechend 3 Cent weniger beim Verkauf bekommt. Aber das ist auch nicht mehr als bei den meisten anderen Anbietern (siehe unten).

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Bei Trade Republic beträgt der Unterschied zwischen Kaufpreis (Brief) und Verkaufpreis (Geld) ebenfalls 3 Cent. Und dabei ist Trade Republic sogar weniger transparent als etoro, weil man den Unterschied nicht auf den ersten Blick sieht. Deswegen wissen viele Börsen-Anfänger, die Trade Republic nutzen, gar nicht, was ein Spread ist!

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Bei Scalable Capital sind die versteckten Kosten durch Spreads am geringsten. Hier fallen in unserer Stichprobe ebenfalls 3 Cent an Spread an. Wir könnten die SGL-Carbon-Aktie für 6,60 Euro kaufen, obwohl der Kurs 6,57 Euro beträgt.

Es gilt zu beachten, dass bei jedem Online-Broker auch beim Verkauf wieder ein Spread anfällt, den man nur bei Scalable Capital direkt auf den ersten Blick sieht. Hier steht auf dem verdunkelten Button “6,5450”, was widerrum 2,75 Cent weniger sind als der offizielle Aktienkurs.

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Bei Comdirect kann man über die meisten Börsenplätze (wie z.B. Quotrix) den günstigsten Spread von 2 Cent bekommen. Allerdings sind bei allen anderen Anbietern die Gebühren für einen Aktienkauf wesentlich höher als bei eToro.

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Am höchsten unter unseren getesteten Anbietern sind die verstecken Kosten in Form von Spreads bei Capital.com mit einem Unterschied von 7 Cent bei einem Kaufpreis von 6,505 Euro und einem Kaufpreis von 6,435 Euro

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Überblick über die Spreads am Beispiel

  1. Comdirect: 2 Cent (aber bis zu 12,90 Euro Ordergebühren!)
  2. eToro (keine Ordergebühr)
  3. Scalable Capital: 3 Cent (keine Ordergebühr)
  4. Trade Republic: 3 Cent (1 Euro Ordergebühr)
  5. Capital.com: 6 Cent

Mache deine eigenen Erfahrungen bei eToro!

Ich habe gute Erfahrungen mit eToro gemacht. Die Gebühren für den Handel mit CFDs sind bei eToro sogar günstiger als vergleichbare Finanzprodukte wie Optionen oder Knock-Out-Zertifikate bei vielen anderen Online-Brokern.

Ich würde keinen Stop-Loss setzen, sondern immer manuell kaufen und verkaufen, um gar nicht erst in die Situation zu geraten, dass etwas zu günstig verkauft wird.

Die Social Trading Funktion würde ich nicht nutzen, weil es im Internet so viele Vollidioten gibt und man niemandem in Sachen Finanzen glauben sollte – egal, wie gut seine Bilanz scheint.

Wenn du dir einen Überblick verschaffen will, kannst du hier ein kostenloses Demo-Konto eröffnen und mit virtuellem Geld alle Funktionen nutzen:

Etoro CFD-Trading