Meine 7 größten Fehler mit Knock-Out-Zertifikaten

Ich handle seit 2021 intensiv mit Knock-Out-Zertifikaten. Hier zeige ich dir meine 7 größten Fehler mit Knock-Out-Zertifikaten!

Meine Erfahrungen mit Knock Out Zertifikaten

Ich habe vor geraumer Zeit einen ausführlichen Artikel über meine Erfahrungen mit Knock-Out-Zertifikaten geschrieben.

Meine Fehler mit Knock-Out-Zertifikaten

Ich habe in den letzten Monaten meine Knock-Out-Zertifikate-Strategie optimiert und dabei jede Menge Fehler gemacht. Einfache Fehler, schwere Fehler und vor allem teure Fehler.

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Ich zeige dir hier, meine größten Kostenstellen, die du für deine Swing Trading Strategie definitiv vermeiden solltest!

1. Kein Strategie haben und nach Bauchgefühl handeln

Das Bauchgefühl ist immer der schlechteste Berater. Wer nach Bauchgefühl handelt, kann auch ins Casino gehen und dort sein Geld verzocken. Das habe ich im Dezember vor allem bei meinen großen Verlusten mit DAX-Zertifikaten und Impfstoff-Aktien erfahren müssen.

Hier habe ich immer wieder ohne großartige fundamentale oder technische Analyse Geld investiert, weil ich der Meinung war, dass der DAX oder Moderna oder Biontech doch steigen müssten! Taten sie aber in diesem Zeitraum nicht, in dem ich die Zertifikate hielt.

So machte ich mit Zertifikaten auf diese drei Werte einen Verlust von rund 5000 Euro, während meine ganzen anderen Trades mit Strategie und Disziplin und ohne Emotionen einen ähnlich hohen Gewinn abgeworfen haben.

2. Verliebe dich nicht in eine Aktie

Dieser Spruch ist glaube ich von Hedge-Fonds-Manager Peter Lynch und zielt auf den letzten Punkt ab. Auch Warren Buffett hat zu seiner Schwägerin einst gesagt, dass sie sich nicht in ein Unternehmen verlieben soll, als er dabei war Tiffany’s Aktien zu kaufen.

Wer ein Unternehmen oder einen Wert cool findet, sollte lieber die Finger davon lassen oder langfristig in Form von Aktien investieren. Für das kurzfristige Swing Trading ist jede Emotion oder Sympathie Gift und vernebelt die Sinne.

3. Gier führt zu langer Haltedauer

Wer gierig wird, vergisst ein Zertifikat zum richtigen Zeitpunkt zu verkaufen. Ich war teilweise nach zwei Tagen bei fast 100% Gewinn und habe am Ende nur einen Bruchteil davon realisiert, weil ich dachte: Wenn ich schon nach 2 Tagen 100% Gewinn habe, dann werde ich nach einer Woche oder einem Monat noch viel mehr haben!

Das stimmt vielleicht bei langweiligen Werten, die langsam aber sicher zulegen.

Aber für Werte, die eine extreme Volatilität aufweisen und bereits nach kurzer Zeit extreme Gewinne aufweisen, sollte man sich lieber sofort mit dem Verkauf-Gedanken anfreunden.

Vielleicht steigt die Aktie noch bis 200% oder mehr.

Allerdings ist das unwahrscheinlich. Realistischer ist, dass die schlaueren Händler anfangen zu verkaufen, was den Kurs wieder nach unten korrigieren lässt.

Also sei schlau und nicht gierig: 100% in 2 Tagen ist ein besserer Tagessatz als 120% in 3 Tagen!

Bei 100% in 2 Tagen hast du eine Rendite von 50% pro Tag für dein eingesetztes Kapital.

Bei 120% in 3 Tagen hast du zwar mehr Gewinn, allerdings nur noch 40% Rendite pro Tag. Das ist zwar auch noch sehr gut, aber mit jedem weiteren Tag sinkt die Tagesrendite.

4. Kein Ziel

Wer sich kein realistisches Ziel setzt, verpasst den Verkaufszeitpunkt. 20% Gewinn waren bei fast allen meinen Positionen drin.

Hätte ich immer bei 20% Gewinn verkauft und bei 20% Verlust ebenfalls, hätte ich 8 von 10 Trades mit 20% Gewinn abgeschlossen.

Stattdessen waren mir 20% oft zu wenig und bei 20% Verlust hatte ich die unrealistische Hoffnung noch ins Plus zu drehen, statt einen vertretbaren Verlust zu realisieren.

Man sollte sich ein realistisches Gewinn und Zeit-Ziel abhängig von den historischen und jüngst in einem Zeitraum von 1-4 Wochen erreichten Spektrum des Kurses setzen.

Das Chancen-Risiko-Verhältnis sollet mindestens 2:1 sein.

Wenn mein Ziel 20% Gewinn sind, dann darf mein Verlust also nur die Hälfte davon betragen (10%).

5. Tägliche Analyse

Damit man nicht den richtigen Zeitpunkt verschläft ist eine tägliche Analyse der Situation wichtig.

Jeden Tag nach Handelsschluss analysiere ich die News zur Aktie, zum Markt, zur Branche sowie die Chart-Technische Entwicklung.

Mir ist dabei wichtig, dass ich an diesem Tag Gewinn gemacht habe.

Wenn ein Zertifikat niedriger steht als am Vortag, schaue ich, was die Gründe sind.

Hat sich etwas an meiner Investitionsthese geändert?

Gab es schlechte Nachrichten?

Ist der Verlust im Rahmen oder ist die Verlustschwelle erreicht und ich sollte verkaufen?

Was sagt das Chartbild?

Wenn ich zu dem Schluss komme, dass es in den nächsten Tagen nicht besser wird, verkaufe ich sofort.

Wenn ich der Meinung bin, dass meine Investitionsthese noch richtig ist, dann bleibe ich.

Bei einem Verlust von 20% unter dem Allzeithoch am Tagesende, ziehe ich normalerweise die Reißleine.

Ebenso bei 20% Verlust am Tagesende unter dem Kaufkurs.

Besser ist es aber, wenn man die gesetzten Ziele erreicht und dann verkauft, wenn man will und nicht wenn man muss.

6. Kein automatischer Stop-Loss!

Dem Stop-Loss-Killer habe ich bereits einen ganzen Artikel gewidmet. Ohne den Stop-Loss hätte ich tausende Euro mehr Gewinn gemacht. So hat mich der automatisch ausgelöste Stop-Loss sehr viel Geld gekostet.

Das heißt nicht, dass man warten soll, bis man ausgeknockt wird! Ich schaue nach Börsenschluss, wie sich die Knock-Out-Zertifikate entwickelt haben. Wenn ein Wert mehr als 20% Verlust gemacht hat, verkaufe ich mit Verlust.

Es ist besser die Reißleine zu ziehen, bevor man noch mehr Geld oder Zeit verliert.

Es gibt da draußen genügend bessere Möglichkeiten.

7. Kein Intraday-Handel!

Meine Auswertung der Swing Trades im Dezember 2021 hat klar gezeigt, dass ich sehr viel Geld verloren habe, weil ich mich von Emotionen im Intraday-Handel leiten habe lassen.

Wenn z.B. der Kurs im Tagesverlauf sinkt, habe ich oft panikartig verkauft. Das hat mich desöfteren bis zu 25% Rendite gekostet im Vergleich dazu, wenn ich erst am Tagesende zu Schlusskurs verkauft hätte!

Das wäre bei deutschen und europäischen Aktien um 17 Uhr und bei Amerikanischen Aktien um 21 Uhr.