DAX-Trend 2021: Short oder Long?

DAX auf Rekordkurs. Geht die Rallye weiter oder ist es eine Blase, die bald platzt?

Freuen sich die bullishen Trendbetter oder schlägt bald die Stunde der bearishen Crashpropheten.

Fragen über Fragen zum deutschen Aktien Index. Die Antworten jetzt in Bull vs Bear!

VIDEO: Dax-Trend 2021: Bull vs Bear

Stand vs Realität

Der DAX war bei 14.000 Punkten im Januar. Also ungefähr da, wo er vor Corona war.

Kurzer Realitätscheck: Sind wir schon da, wo wir vor Corona waren? Gefühlt nicht. Und real?

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Corona

Es gibt seit knapp einem Jahr eine Pandemie seit einigen Monaten einen zweiten Lockdown. Experten sprechen von 3. Lockdown, andere vom Corona Jahrzehnt.

Der Dax bewegt sich auf Vor-Corona-Niveau. Dabei ist Corona noch brandaktuell. Der Lockdown in Deutschland wurde verlängert. Dabei verläuft die Pandemie hierzulande noch relativ glimpflich im Vergleich zu anderen Ländern.

Wann ist der Lockdown vorbei? Das ist noch nicht abzusehen. Vielleicht wird es noch härter bevor es besser wird.

Impfungen

Die Inzidenz-Werte sinken.

Aber die Impfungen laufen schleppend. Der Aktionär spricht von einem Impfdebakel der EU. Astrazeneca liefert nur die Hälfte der vereinbarten Menge an Impfstoff in die EU.

Und jetzt kommt’s: die Impfstoffe sollen zu 90% wirksam sein. Was ist, wenn da irgendwelche negativen Folgen bekannt werden? Dann schickt die Bildzeitung den DAX auf Talfahrt – und das sogar zu Recht.

Wirtschaftswachstum

Das Wirtschaftswachstum für 2021 wurde gerade runter korrigiert auf 3%.

Der Optimismus basiert zum großen Teil auf der unterstützenden Geld- sowie Fiskalpolitik des Staates. Ein Kurshoch auf Pump.

Viele kleine Unternehmen sind unter Druck. Es droht eine Insolvenzwelle sobald  die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht wieder aufgehoben wird.

Und wenn’s noch bis 2022 weitergeht, wird auch das ein oder andere größere Unternehmen Probleme bekommen, wenn der Staat nicht hilft wie bei Lufthansa und TUI.

Exportweltmeister

Insgesamt steigerten Deutschlands Unternehmen ihre Ausfuhren im September um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es war der fünfte Anstieg in Folge. 

Juli- September Umsatz „nur“ -7%

30 Milliarden Euro verdienten die 30 Dax-Konzerne von Juli bis September vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen lediglich sieben Prozent weniger als im Vorjahresquartal, 

Gewinn -50%

Der Gewinn aller Dax Werte sank zusammen auf 40 Mrd. 2019 waren es 80. Für alle, die sich schwer tun: das sind -50%.

KGV

Die Experten-Schätzungen für das aktuelle DAX Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im Jahr 2021 liegen im Mittel bei etwa 17.

Das heißt, dass die 30 Werte im Durchschnitt 17-mal mehr kosten, als die erwarteten Nettogewinne der DAX-Konzerne im Jahr 2020. 

Letztmals war das KGV 2000 höher… Es folgte der Absturz…

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Damit sind die deutschen Blue-Chips im historischen Vergleich nicht mehr ganz günstig bewertet.

Dividenden

Die Konzerne strichen oder kürzeren die Dividenden, was für einige Anleger kein attraktive Rendite darstellt und große Anleger, die von Dividenden leben ihre Anlage viellecht lieber dorthin bringen, wo sie mehr bekommen.

Zuviel Bad News im DAX

2020 war nicht nur wegen Corona kein gutes Jahr.

Wirecard

2020 ist das Jahr des größten Finanzskandals Deutschlands #wirecard.
Ein DAX-Unternehmen ging Konkurs!

Kann man auch positiv sehen: Trotzdem hat es dem Dax nicht geschadet.

Wirecard war nur die Spitze des Eisbergs!

https://www.wiwo.de/technologie/blick-hinter-die-zahlen/blick-hinter-die-zahlen-43-die-bilanzen-der-dax-konzerne-wie-krisenfest-sind-die-dax-giganten-diese-zahlen-verraten-es/26673738.html

  • Bayer – Montsanto klagen und Milliarden Strafe
  • Daimler – nächster Dieselskandal
  • Commerzbank – 2.4 Mrd Verlust
  • Siemens Stellenabbau
  • Fresenius Medical Care: Umsatzeinbruch und Kursverluste um -25%
  • SAP brach im September ein (bis dahin wertvollstes Unternehmen) von 140€ auf 90€ Senkung der kurz- und mittelfristigen Prognose sowie einer strategischen Neuausrichtung.
  • Lufthansa bekommt 9 Milliarden vom Staat, fliegt aus dem DAX und baut 40.000 Stellen ab
  • Delivery Hero im DAX obwohl das Unternehmen seit Gründung noch nie Gewinn gemacht hat.

Schulden

  • Telekom 120Mrd Schulden
  • Eon 40 Mrd. Bei nur 8.5 Mrd Eigenkapital
  • Fresenius 24,5 mrd.
  • FMC 11,4mrd

Bull vs Bear: Zukunft

An der Börse spekuliert und auf die Zukunft gewettet. Es wird wieder besser werden.

Kurseinbruch wegen Corona-Lockdown im März war eine Chance für viele Anleger günstig einzusteigen. So wurde viel neues Geld in den Markt gespült.

Was mich an einen baldigen Kursverlust des Deutschen Aktien Index glauben lässt sind folgende Punkte:

Die allgemeine Wirtschaftslage und die Situation ist nicht so gut, wie uns der Dax-Stand weiß machen will.

Crashpropheten gewinnen Oberhand

Auf Finanzmarktwelt.de sieht es hingegen weniger positiv aus.
Das Put/call-Verhältnis ist auf 3,3 in die Höhe geschossen: es wurden also Put-Absicherungen gekauft, was das Zeug hält.

Nur zwei Mal war das Put/Call-Verhältnis im vergangenen Jahr so hoch: Denn es war zunächst im Februar, also richtigerweise mitten im Crash, der im März noch an Dynamik gewann. Und dann noch im Oktober, direkt vor der damaligen Korrektur.

Monatsanfangseffekt

Der Start in den Februar war erwartungsgemäß gut.

Dieser Monatsanfangseffekt liegt an den vielen automatische Aktienkäufen von Sparplänen zum Monatsersten.

Außerdem trennen sich große Fondsmanager am Monatsende von schlechten Werten, um die Monats-Bilanz „aufzuhübschen“. Das Geld reinvestieren sie dann zu Monatsbeginn.

Dieser Börsenauftakt im Februar ist also eine weitere Illusion.

Das kennen wir vom Januar. Da war der DAX auf ein Hoch gestiegen und hatte in den darauf folgenden Wochen erst einmal nachgegeben,

Argumente für und gegen einen DAX-Short

Nach einem guten Start ins Jahr 2021 zeigte der DAX in der vergangene Woche bereits einen Abwärtstrend und verlor auf Wochensicht rund 3%.

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Konsolidierung oder Absturz?

Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel, sagte im Handelsblatt:

Die Investoren seien offenbar etwas ernüchtert, was vor allem aufgrund der Corona-Pandemie vorerst anhalten dürfte.

Achso!? Dabei gibt es erst seit knapp einem Jahr eine Pandemie und seit einigen Monaten einen zweiten Lockdown.

„Für die erfolgsverwöhnten Anleger, die wochenlang nur steigende Aktienkurse kannten, wird es jetzt das erste Mal seit langem wieder richtig ungemütlich“, sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi gegenüber Reuters.

Auf dem aktuellen Bewertungsniveau gebe es das Risiko von Rückschlägen.

Gleichwohl trauen sie dem Dax zum Jahresende einen nachhaltigen Anstieg bis auf 14.000 Punkte zu.

DAX Short mit ETF

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Auf Finanzmarktwelt.de sieht es hingegen weniger positiv aus.

Das Put/call-Verhältnis ist auf 3,3 in die Höhe geschossen: es wurden also Put-Absicherungen gekauft, was das Zeug hält.

Nur zwei Mal war das Put/Call-Verhältnis im vergangenen Jahr so hoch: Denn es war zunächst im Februar, also richtigerweise mitten im Crash, der im März noch an Dynamik gewann. Und dann noch im Oktober, direkt vor der damaligen Korrektur.

Wem sollte man also glauben? Put Put Put!!!

Xtrackers ShortDAX Daily Swap ETF 1C bei 16.22 gekauft.