Wird die künstliche Intelligenz je den Aktienmarkt beherrschen? - Trendbetter.de

Die Zeiten, in denen an der Wallstreet in New York hunderte von Händlern wild durcheinander schrien, um zum richtigen Zeitpunkt die besten Geschäfte abzuschließen, sind längst vorbei. Der Trend geht heute schließlich in allen Bereichen zur Nutzung des Internets. Ein Beispiel dafür sind auch die Online Casinos, die Freispiele Bestandskunden ohne Einzahlung anbieten. Auf dem Aktienmarkt ist seit dem Aufkommen des World Wide Webs nichts mehr, wie es vorher war. Dazu trug auch die Tatsache bei, dass zahlreiche neue Firmen im Technikbereich an die Börse gingen.

Noch einen Schritt weiter hat die künstliche Intelligenz das Ganze verändert. Nicht nur insofern, dass in Aktien von Firmen investiert werden kann, die KI betreiben. Denn mittlerweile wird die KI selbst auf den Aktienmärkten genutzt. Eine interessante neue Entwicklung.

Was passiert nämlich, wenn die Abläufe noch weiter automatisiert werden und die künstliche Intelligenz zum Player auf dem Markt wird? Könnte es sein, dass diese Technologie den Aktienmarkt komplett übernimmt? Wird der Mensch als Agierender mit der Zeit gar völlig abgelöst? Wir sind dieser Frage nachgegangen.

Was bringt künstliche Intelligenz im Finanzsektor?

Es gibt verschiedene Wege, wie die KI eingesetzt werden kann. Die am weitesten verbreitete Möglichkeit ist die, dass die Technik bei Anlageentscheidungen unterstützend einwirkt. Die Programme analysieren dann den Markt, werten die Daten aus und bestimmen dann den idealen Zeitpunkt, um Aktien entweder zu kaufen oder zu verkaufen. Im Großen und Ganzen wird die Anlagestrategie natürlich immer noch vom Menschen vorgegeben. Es muss beispielsweise bestimmt werden, ob es sich um kurzzeitige oder langzeitige Positionen handeln soll. Aktuell scheint die Stärke von KI aber eher in kürzeren Positionen zu liegen. Das liegt an der höheren Anzahl an Geschäften, die mit maschineller Präzision vorgenommen werden können.

Die künstliche Intelligenz kann unter anderem auch für die Gestaltung von ETFs genutzt werden. Für Anleger hat das den Vorteil, dass Sie auf sicherere Entscheidungen bauen können.

Wer betreibt Künstliche Intelligenz?

Es gibt mehrere Startups, die sich der Entwicklung von KI-Programmen für den Finanzmarkt verschrieben haben. Es handelt sich dabei allerdings noch um einen eher jungen Trend. Die Unternehmen legen dabei unterschiedliche Augenmerke, was die Anlagestrategien und Märkte angeht. Ein Beispiel für ein solches Startup ist Sub Capitals. Das Unternehmen begann 2017 mit der Entwicklung von künstlicher Intelligenz für den Aktienmarkt.

Tatsächlich wird die Technik in vielen großen Firmen bereits eingesetzt und hat mit den Jahren mehr und mehr Menschen abgelöst.

Wie funktioniert KI auf dem Finanzmarkt?

Wird die künstliche Intelligenz zur Entscheidungsfällung genutzt, dann liegt zuvor eine gründliche Datenanalyse zugrunde, ehe eine Position geöffnet oder geschlossen wird. Wie das im Kern funktioniert, zeigt das Beispiel von Sub Capitals auf.

Die Funktionsweise kann in gewisser Weise mit einer Wettervorhersage verglichen werden. Das Programm zieht alle verfügbaren Daten aus der Vergangenheit heran und analysiert diese. Auf Grundlage dessen erstellt das Programm dann eine Prognose für die unmittelbare Zukunft und entscheidet dann, welcher Handlungsweg der richtige ist. Im Falle von Sub Capitals werden nicht nur die Daten der Finanzmärkte ausgewertet. Überprüft werden unter anderem:

  • Verschiedene Nachrichten-Outlets in verschiedenen Sprachen
  • Die Historie des Marktes
  • Die Historie der eigenen Entscheidungen des Programms

Die eigene Trading-Historie wird zurate gezogen, um Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren. Wenn man so will, lernt das Programm also dazu. Täglich wird so insgesamt etwa eine halbe Million Datenwerte ausgelesen.

Üblicherweise liegt die Haltedauer von Positionen bei der KI von Sub Capitals bei etwa 10 Stunden. Noch ist das Projekt nicht alt. In einem ersten Testlauf konnte die KI aber schon eine gute Rendite im ersten Jahr erzielen. Das zeigt, dass die künstliche Intelligenz schon jetzt ein sehr relevanter Faktor für den Finanzmarkt ist. Ein gewisses Risiko bleibt aber natürlich immer bestehen. Das sollten Anleger nie vergessen.

Wird die KI den Finanzmarkt beherrschen?

Die Welt verändert sich sehr rasant. Das ist auch auf dem Aktienmarkt nicht anders. Eine Begebenheit, die auch mit sich bringt, dass es äußerst schwer bis unmöglich ist, auf längere Sicht akkurate Voraussagen zu treffen. Die Finanzmärkte hängen schließlich von vielen verschiedenen Faktoren ab. Großen Einfluss haben etwa die Weltpolitik oder die Entwicklung der Klimakrise sowie die Kriege, die auf der Welt herrschen. In wenigen Jahren kann sich die Situation drastisch verändern.

Welche Bedeutung die künstliche Intelligenz auf dem Markt noch einnehmen wird, lässt sich nicht wirklich erahnen. Fakt ist aber, dass die Technik viele erhebliche Vorteile mit sich bringt. Algorithmen entscheiden schließlich nicht nach einem Bauchgefühl oder generell aus Emotionen heraus. Die Entscheidungsfällung erfolgt rein auf Grundlage von Daten und Fakten, wobei auf ein riesiges Volumen an Datensätzen zurückgegriffen werden kann. Schon jetzt spielt KI also eine Rolle auf dem Markt. Bislang handelt es sich um einen Trend, der mehr und mehr Verbreitung findet. Es ist also wohl davon auszugehen, dass auch in den kommenden Jahren weiter an der KI-Technologie gefeilt wird. Wann dabei das Ende der Fahnenstange erreicht sein wird, lässt sich aber noch nicht sagen.

Die KI ist schon jetzt in der Lage, Entscheidungen zu treffen, die letztendlich zu guten Renditen führen. Außerdem lernt die KI mit jeder Entscheidung mehr und mehr dazu. Man könnte also sagen, dass die Technologie schon jetzt den Aktienmarkt geknackt hat. Daraus leitet sich aber wiederum die Frage ab, was passiert, wenn nur noch KI genutzt wird. Wenn so gesehen also nur noch KI-Programme gegeneinander agieren, ist es fraglich, wie stabil die Renditen dann noch sein werden.

Fazit

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Wie wir gesehen haben, wird die künstliche Intelligenz aber auch schon gewinnbringend in der Wirtschaft genutzt. Die Entscheidungen sind profitabel. Durch die schnelle Analyse großer Datenmengen werden präzise Entscheidungen getroffen. Unter anderem werden auch Nachrichten herangezogen, um Prognosen für die Zukunft zu treffen. Solche Nachrichten verändern innerhalb kürzester Zeit die Wirtschaft, wie der Gilette Boykott beispielsweise aufgezeigt hat. Man darf sehr gespannt sein, wie sich der Aktienmarkt im Hinblick auf die künstliche Intelligenz in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche neuen Anwendungsbereiche noch erschlossen werden.