Lufthansa Aktie kaufen? 📈 Kursziel & Prognose 2022

Sollte man die Lufthansa Aktie kaufen? In unserer Aktien-Analyse werfen wir einen Blick auf die Zahlen und Kursziele des Luftfahrt-Konzerns.

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VIDEO: LUFTHANSA AKTIE KAUFEN?

LUFTHANSA AKTIENKURS REALTIME

Der Kurs der Lufthansa Aktie erreicht den Höhepunkt im Januar 2018 mit mehr als 30 Euro.

Der Tiefpunkt war im Oktober 2021 mit weniger als 6 Euro.

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Lufthansa musste in den Corona-Jahren 2020 und 2021 einen Milliardenverlust verkraften und vom deutschen Staat mit Krediten gerettet werden.

Die Verzögerung fĂŒr die Erholung des Luftverkehrs nach der Corona-Krise hat das Unternehmen unterschĂ€tzt.

Lufthansa-Aktie Prognose und Kursziele der Analysten

ZeitAktuelle AktienempfehlungenPotential
(Euro)
04.10.BERNSTEIN RESEARCH stuft LUFTHANSA AG auf ‘Underperform’4,75
09.08.UBS stuft LUFTHANSA AG auf ‘Neutral’7,80
05.08.DEUTSCHE BANK RESEARCH stuft LUFTHANSA AG auf ‘Hold’8
05.08.GOLDMAN SACHS stuft LUFTHANSA AG auf ‘Neutral’7,70

News zur Lufthansa-Aktie

Hier sammeln wir die News zur Lufthansa-Aktie beginnend mit der aktuellsten Nachricht.

09/2022: Deutschland verkauft seine restlichen Lufthansa-Aktien

Die deutsche Regierung hat ihre letzten Anteile an der Lufthansa nach ihrer Intervention wÀhrend der COVID-Pandemie verkauft. Der deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds verkaufte seine verbleibenden Anteile an internationale Investoren, nachdem er Mitte 2020 einen Anteil von 20 % an der Lufthansa erworben hatte.

Nachdem der Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik Deutschland (WSF) in den ersten Tagen der COVID-Pandemie zur Rettung der Lufthansa eingesprungen war, hat er nun seine restlichen 6,2 % der Anteile an der Fluggesellschaft verkauft.

Der letzte Anteil von 6,2 % (74,4 Mio. Aktien) wurde im Rahmen einer Blockplatzierung fĂŒr 455 Mio. EUR (454 Mio. $) an internationale Investoren verkauft. Das WSF hatte ursprĂŒnglich einen Anteil von 20 % an der Lufthansa erworben, nachdem es eine finanzielle Rettungsaktion in Höhe von rund 9 Mrd. USD durchgefĂŒhrt hatte.

“Im Namen aller Lufthanseaten danke ich der jetzigen und frĂŒheren Bundesregierung und allen deutschen Steuerzahlern fĂŒr die UnterstĂŒtzung unserer Lufthansa in der schwersten Finanzkrise der Unternehmensgeschichte. Die Stabilisierung der Lufthansa war erfolgreich und zahlt sich auch finanziell fĂŒr den deutschen Staat und damit fĂŒr den Steuerzahler aus.”

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG

ZurĂŒck in privater Hand

Der Staat hatte sich schrittweise von seinen Anteilen getrennt, um bis Ende 2023 ganz auszusteigen, hat es aber geschafft, vorzeitig auszusteigen, so dass sich Lufthansa nun wieder vollstÀndig in privater Hand befindet.

Lufthansa konnte alle vom Staat erhaltenen Darlehen und Einlagen bis November 2021 vollstĂ€ndig zurĂŒckzahlen, ebenfalls frĂŒher als geplant. Nach Angaben der Fluggesellschaft hat sie rund 3,8 Milliarden Euro an Finanzhilfen in Anspruch genommen, einschließlich der 306 Millionen, die vom WSF bereitgestellt wurden.

Erheblicher Überschuss fĂŒr das WSF

Das WSF hat seinen 20-prozentigen Anteil an der Lufthansa Mitte 2020 fĂŒr 306 Millionen Euro erworben. Wie der Fonds mitteilte, belief sich der Erlös aus dem Verkauf seiner Anteile auf insgesamt 1,07 Mrd. EUR (1,07 Mrd. USD), was einer beachtlichen Gewinnspanne von 250 % entspricht.

“Wir hatten die BetrĂ€ge des Stabilisierungsdarlehens bereits frĂŒher als erwartet zurĂŒckgezahlt, und das WSF hat nun auch seine letzten Anteile ein Jahr vor Ablauf der Frist verkauft. Damit haben wir die Stabilisierung der Lufthansa erfolgreich abgeschlossen. Die Lufthansa befindet sich wieder vollstĂ€ndig in privater Hand. Alle Lufthanseaten weltweit werden weiter hart daran arbeiten, unsere Position unter den fĂŒhrenden Airline-Konzernen der Welt zu stĂ€rken, zum Beispiel durch eine breit angelegte Premium-Produkt- und QualitĂ€tsoffensive.”

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG

Die Fluggesellschaft ist kĂŒrzlich in die Gewinnzone zurĂŒckgekehrt, nachdem sie im Q2 2022 ihren ersten Quartalsgewinn seit dem Ausbruch der Pandemie gemeldet hatte.


04/2021: WARNENDES BEISPIEL AIR FRANCE

Was eine Kapitalerhöhung bewirken kann, hat man erst vor zwei Wochen bei der Air France gesehen. Hier bekam der französische Flugkonzern durch eine Kapitalerhöhung rund eine Milliarde Euro vom französischen Staat, der seine Anteile auf fast 30% aufstockte. Der Aktienkurs sackte in den zwei Wochen nach der Kapitalerhöhung am 9.4.2021 um 9% ab.

Jetzt kann man argumentieren, dass eine mögliche Kapitalerhöhung schon seit einer Woche im Raum steht und damit im Kurs der Lufthansa Aktie eingepreist ist. Ich halte es allerdings fĂŒr naiv zu glauben, dass diese Thematik von Durchschnittsanleger in vollem Umfang bei seiner Entscheidung bewertet wird.

Vielmehr treiben GroßaktionĂ€re wie Fonds und Banken den Aktienkurs der Lufthansa nach oben, weil sie hoffen, dass die Pandemie bald vorbei ist und Lufthansa dann wieder an den Jahresumsatz von mehr als 30 Milliarden Euro, einem Gewinn von mehr als 3 Milliarden und der Gewinnmarge von rund 10% anknĂŒpfen kann.

Schaut man allerdings auf die Lufthansa Aktie vor Corona wird schnell klar, dass das Papier schon 2019 nicht mehr der Liebling der Anleger war. Der Umsatz der Lufthansa war vor Corona rĂŒcklĂ€ufig und das Gewinnwachstum stagnierte.

Der Aktienkurs befindet sich aktuell auf dem Stand, der schon erstmals 1997 erreicht wurde. Mehr als 20 Jahre haben die Lufthansa Aktie nicht höher als das 3x-fache ĂŒber dem aktuellen Stand abheben lassen. Warum sollte sich das nach einem katastrophalen Jahr wie diesem gravierend Ă€ndern?

Ein Krise ist auch eine Chance fĂŒr Spar- und Optimierungsmaßnahmen. So wurde das Personal reduziert und die Gehaltskosten gesenkt. Die Ticketpreise werden erhöht, so dass die Lufthansa von einem erhofften Urlaubs-Nachhol-Effekt doppelt profitieren kann. Ob und wann dieser Urlaubs-Nachholeffekt eintritt steht allerdings in den Sternen.